Eheringe


Nicht alles ist Gold, was glänzt

Alle frischverheirateten Paare sollten sich ihre Eheringe vielleicht noch einmal genauer ansehen, denn es ist nicht alles Gold, was glänzt. Allein in Deutschland sind bereits über fünfzig Fälle gemeldet, bei denen sich der güldene Ring der Treue als Ring aus vergoldetem Blei herausstellte. Es ist also Vorsicht geboten.


Falscher Ministrant

So hatten sich die beiden ihre Trauung bestimmt nicht vorgestellt, als sie am wichtigsten Teil der Zeremonie angekommen waren. Der Pfarrer forderte das Paar auf, die Ringe zu tauschen. Doch die Ringe waren verschwunden, und mit ihnen einer der drei Ministranten. Der Geistliche versicherte, nur mit zwei Jungen gearbeitet zu haben, in dritter wäre ihm gar nicht aufgefallen. Auch die beiden anderen Minestranten kannten den dritten Buben nicht und dachten, der Pfarrer habe ihn spontan hinzugezogen. Es muß sich um einen raffinierten kleinen Dieb gehandelt haben, der es ganz gezielt auf die Ehereinge abgesehen hatte. Die Ringe wurden nie mehr gesehen, aber freundlicherweise hat er zumindest die Ministranten-Kutte zurückgelassen.


Wissenschaftler raten Kunststoff statt Gold

Wer Verantwortung gegenüber den Ressourcen unserer Erde übernehmen will, der sollte sich bei der Heirat nicht unbedingt für einen Ehering aus Gold entscheiden. Plastik ist für diesen Zweck ebenso tauglich, läßt sich ganz einfach an die Fingergröße des Trägers anpassen und ist wesentlich leichter. Nicht zuletzt hat man eine wesentlich größere Auswahl bei der Farbe und somit die Möglichkeit, seiner Individualität noch sehr viel mehr Ausdruck zu verleihen. Auch wenn der Materialwert nicht so hoch ist, so sollte doch der ideelle Wert im Vordergrund stehen und das Wissen darum, die Schätze unseres Planeten geschont zu haben.


Rohr frei

Ehering ins Klo gefallen? Da sind Sie wohl leider nicht der Erste. Nicht ohne Grund nämlich, hat sich ein Klempner auf das Bergen von Eheringen aus Rohrsystemen spezialisiert. „Man möchte nicht glauben, was so eine Toilette für eine Anziehungskraft auf Gold hat“, erklärt der Klempnermeister. „Aber vermutlich ist das wie mit dem Brot, welches immer auf die Butterseite fällt.“ Extra für diese Aufgabe hat er sich eine sehr aufwendige Maschine angeschafft, welche mit einer Kamera und einem fernlenkbaren Greifarm ausgestattet ist. Aber eine Kleinigkeit sollte einem das Prunkstück schon wert sein, denn ein solcher „Eingriff“ kostet zwischen zwei- und fünfhundert Mark, je nachdem, wie tief man nach dem Schmuck tauchen muß.


Auf Nummer sicher

Der neueste Trend aus den USA hat nun auch in unseren Familien Fuß gefaßt: Der sensitive Treuering. Das kleine Wunderwerk der Technik besteht aus einem Mikrochip, mit einem kleinem Diamanten oder wahlweise einem Saphir (gegen Aufpreis) in 18-karatigem Gold gefaßt. Der Mikrochip mißt über eingesetzte Sensoren Puls und Blutdruck des Trägers und sendet simultan ein Signal, welches nur vom Ring des Ehepartners empfangen und erwidert werden kann. Empfängt der Chip im Falle eines Erregungszustandes kein Gegensignal, so versetzt er dem Träger im Abstand von zwei Sekunden leichte Stromstöße, die ihm jegliche Lust am Seitensprung nehmen.
Achtung: Keine Chance für Schlaumeier: Sollte der Ring abgenommen werden, zerstört er sich selber.

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