Feiern


Trauung über den Wolken

Der vielbeschworene siebte Himmel der Liebe wurde für ein Traumpaar aus <ORT> zur Wirklichkeit. <SIE> und <ER> gaben sich auf sehr ungewöhnliche Weise das Jawort. Auf den Tragflächen zweier Doppeldecker wurden sie vom Pfarrer <NAME> getraut. In hohen Lüften wagten die begeisterten Hobbyflieger den waghalsigen Start in ihre gemeinsame Zukunft. Auch dem Pfarrer machte dieses ungewöhnliche Zeremoniell sichtlich Spaß. Er stieg auf einem dritten Flugzeug in die Luft und flog vor dem Brautpaar her, welches ihm nebeneinander fliegend folgte. Der Kommentar des Pfarrers, der zum ersten Mal eine Trauung dieser Art durchführte: „Das größte Problem war die Lautstärke. Ich mußte richtig brüllen, als ich den beiden den Segen gab.“


Indianer-Hochzeit

Ein findiger Indianer hat in den Vereinigten Staaten eine der unzählig erscheinenden Marktlücken entdeckt und sie sofort tatkräftig geschlossen. Wer kennt sie nicht, die in so vielen Karl May-Bänden beschriebene Indianer-Romantik? Man kann sich vorstellen, das dies ein idealer Rahmen dafür sein könnte, den Bund für´s Lebens zu schließen. Und so beschloß der fünfzigjährige Apache, auf seinem Land ein kleines Heirats-Paradies zu schaffen. Ein kleines Dorf an einem Fluß dient als Kulisse für das Ereignis. Die ganze Familie beteiligt sich daran, jeder hat eine bestimmte Rolle zu spielen. Da gibt es einen Häuptling, dessen Rolle sich der Ideengeber natürlich selbst vorbehalten hat. Sein Vater mimt den Medizinmann, und versteht sein Handwerk ganz ausgezeichnet. Die Frauen in der Familie haben natürlich die Aufgabe, als „Squaws“ für das Wohlergehen der Gäste zu sorgen und auch die Kinder und Kindes-Kinder haben Freude daran, bei diesen Ausflügen in die Vergangenheit mitzuhelfen. Rechtlich hat diese Hochzeit nach Indianer-Art natürlich keine Geltung, aber ein Erlebnis der Spitzenklasse bleibt es dennoch, und wer auch heute noch von seinen Freunden „Old Shatterhand“ und „Winnetou“ träumt, dem kann man dieses Rollenspiel nur empfehlen.


Live-Run auf die Braut

Im angekündigten Fernsehprogramm wurde aus aktuellem Anlaß eine Änderung vorgenommen. Der ursprünglich geplante Film „Ehekrieg“ wurde auf einen späteren Zeitpunkt verlegt. Stattdessen zeigen wir die Show „Run auf die Braut“ live. Diese Sendung wird in Deutschland, Österreich und auch in der Schweiz zeitgleich übertragen. Man rechnet mit einer Einschaltquote von 48 Prozent, was in Anbetracht des schönen Wetters durchaus als sensationell gewertet werden kann. Eine Wiederholung der High-Lights ist für morgen im Vormittagsprogramm angekündigt.


Pleiten und Pannen

Heute aktuell in Ihrem Programm: Was bei der Hochzeit alles schief ging. Die besten Gags und die komischsten Szenen. Heimlich gedreht, ist Ihnen ein Riesenspaß garantiert. Als besonderen Leckerbissen bringen wir die Höhepunkte der Hochzeitsnacht mit dem Special „Wenn die Reißverschlüsse klemmen“. Aus gegebenem Anlaß ist diese Sendung frei von Werbeunterbrechungen.


Tortenschlacht

Zur wohl größten Tortenschlacht seit Menschen Gedenken hat neulich ein Großkonditor aus <ORT> geladen. Unmengen an Sahne hat sich der Bäckermeister die Schlacht kosten lassen. Anlaß war die Hochzeit seiner Tochter. Mit über fünfhundert kunterbunten Torten, handlich auf einem Pappteller serviert, verzierte die Hochzeitsgesellschaft den gemieteten Raum in einem Hotel. Schließlich blieb aber das meiste an den Gästen selbst hängen, denn auch für Zielwasser war mehr als reichlich gesorgt. Leider aber ging die Schlacht nicht ganz unglimpflich vorrüber, denn ein Fenster des Raumes stand offen, und bot einer der Torten einen Weg auf die offene Straße. Dort verteilte sie sich über die Scheibe eines Autos, dessen Fahrer in letzter Sekunde bremsen konnte, um einem Auffahrunfall zu entgehen. Sehr erbost machte er sich sofort auf den Weg, diesen anarchistischen Umtrieben ein Ende zu bereiten und traf dabei auf die total verschmierte, fröhlich feiernde Runde. Nachdem der Brautvater den Fahrer des Wagens beruhigt hatte, und ihn zu einem Gläschen Sekt eingeladen hatte, ging die Party ohne weitere Zwischenfälle weiter. Sogar der mehr oder minder unfreiwillige Gast amüsierte sich noch bis in die Abendstunden.


Hochzeit auf hoher See

Romantischer hatte sich das Brautpaar die Hochzeit wohl doch vorgestellt, als es sich dazu entschloß, die Festivitäten auf einem Luxusliner auf dem Atlantischen Ozean stattfinden zu lassen. Es konnte ja keiner ahnen, daß gerade für den Zeitraum der Reise starke Stürme zu erwarten waren, mit Ausnahme vielleicht des Kapitäns des Schiffes, der diese Kleinigkeit aber übersehen hatte. „Man möchte meinen, der Liebe Gott wolle diese Verbindung nicht gutheißen“, so einer der Hochzeitsgäste. Oder hatte gar Neptun seine Hände im Spiel? Leider konnte der Kapitän, der die Trauung durchführte, die Brücke nicht verlassen. So mußte er die Prozedur über die Lautsprechanlage abhalten, was allerdings niemand hörte, da die Gäste mit schwerer Seekrankheit zu kämpfen hatten. Auch der Ring - Symbol der Zusammengehörigkeit - konnte nicht ausgetauscht werden, da weder Braut noch Bräutigam in der Lage waren, die Reeling loszulassen. Und die Hochzeitstorte hätte sich sicherlich auf einem Teller besser gemacht, als über die Panoramascheibe verteilt. Nichtsdestotrotz war es der glücklichste Tag im Leben der beiden, wenngleich sie sich geschworen hatten, von nun an das Festland nie wieder zu verlassen.


Stakkato-Hochzeit

<ORT>. Nach den ersten Raves in Gotteshäusern war es nur eine Frage der Zeit, bis die Raving-Generation auch den schönsten Tag des Lebens ganz nach ihrem Geschmack gestalten würde. So wie die Hochzeitskluft den konservativen Vorstellungen der Eltern nicht entsprach, so unterschied sich auch der „Sound“ deutlich von allen feierlichen Tönen, die man aus der Kirche gewöhnt ist. Der legendäre 101 pfiff und kreischte den Hochzeitsmarsch mit 140 bpm, begleitet von einem Donnerwetter an Snares und Bässen, so daß sich die beiden der vollen Aufmerksamkeit des Herrgotts sicher sein konnten. Nach der Zeremonie groovte die ganze Gesellschaft die Hauptstraße hinunter bis zur nächsten „location“, wo die Feierlichkeiten bei Morgengrauen des nächsten Tages abgeschlossen wurden. Überglücklich, wenngleich halb taub, begaben sich die Frischvermählten dann in den Hochzeits-Nachmittag.


Zweifelhafter Spaß

Genaugenommen kann man den „Spaßvogel“ schon gut verstehen. Die Liebe hat schon so manchen Mann zu den unmöglichsten Aktionen verleitet, so auch ihn, der über die Heirat seiner großen Liebe mit einem anderen Mann so entrüstet war, daß er es sich einfach nicht nehmen lassen wollte, der ganzen Gesellschaft, und damit auch dem Brautpaar einen üblen Streich zu spielen. Über die Präzision, die er für seinen Streich an den Tag legte, kann man sich eigentlich nur wundern. So erkundschaftete er die Konditorei, welche das Prachtstück von einer Hochzeitstorte backen sollte, und schlich sich dort als Aushilfe ein. Da es sich um eine Groß-Konditorei handelte, bei der ein schneller Wechsel an Arbeitskräften üblich war, fiel dies gar nicht auf. Auch blieb unbemerkt, daß er die Torte mit einem starken Abführmittel „garnierte“ und so ging das Kunstwerk aus Zucker und Sahne mit dem gewissen Extra dann auch an den Auftraggeber. Der Effekt war, wie zu erwarten war, durchschlagend. Sehr zum Leidwesen der Hochzeitsgäste und zum größten, delikaten Vergnügen für den Schelm.


Sündigen, was das Zeug hält

Heute ist ein Tag, an dem man nicht auf irgendwelche guten Vorsätze achten sollte. Ein Tag, an dem es gilt zu leben. Zu leben und das Leben zu genießen, mit allem was dazugehört. Ob dies nun die erholsame Zigarette nach dem stotterfrei gegebenen Ja-Wort ist oder das eine oder andere Bierchen mehr. Ob dies nun die Tafel Schokolade zwischen den Mahlzeiten ist oder einfach eine komplette Runde am Buffett mehr. Leute - haut rein. Die zuviel genehmigten Kalorien kann man sich wieder abtrainieren. Es ist alles nur eine Frage der Phantasie, wie, wann und wo man dies am besten macht.


Beinahe gescheiterte Ehe am Hochzeitsabend

Man hörte es fast überall. Der Eröffnungswalzer war wohl ein Griff ins Klo. Linker Huf, rechter Huf und schon schrie sie vor Schmerzen - Volltreffer. Wer tänzerisch ein Talent wie ein Brikett hat und dann auch noch vor allen Leuten tanzen muß, der sollte es zumindest etwas gemäßigter angehen als unser liebes Brautpaar am heutigen Abend. Doch auch die bessere Hälfte hatte tänzerisch nicht viel zu bieten. Entweder hat sie sich führen lassen wie ein Rasenmäher, oder beiden war bis zum Schluß noch nicht klar, wer nun die Führung übernehmen soll oder gar muß. So war es fast zu erwarten, daß sich beide - nachdem sie schon gegeneinander getanzt hatten - auch nach dem Tanz in die Wolle bekamen. Wollen wir mal sehen, ob sich´s wieder legt.


Something old, something new...

Jeder kennt wohl das alte englische Sprichwort: Something old, something new, something borrowed, something blue. Jedoch nicht jedes moderne Brautpaar findet die geeigneten Utensilien, dieser alten Weisheit oder vielmehr Empfehlung Folge zu leisten. Die Lösung aber liegt näher als man denkt. Zum einen kann die Braut das Hochzeitskleid der lieben Mutter tragen. Wurde dies auch erst einmal getragen, so ist und bleibt es doch ein paar Jährchen alt. Für etwas Neues ist auch schnell gesorgt, denn der Ehemann in spe braucht ja auch noch angemessene Kleidung. Sicherlich ist er zum Zeitpunkt seiner Vermählung wohl aus seinem Konfirmationsanzug herausgewachsen, und schließlich kann man nicht verlangen, das er für die Hochzeitsfotos die viel zu kurzen Ärmel ständig hinter dem Rücken verstecken muß. Geliehen ist wohl das meiste an diesem Tag, denn wer kann sich denn heute noch eine Hochzeit leisten? „Something blue“ hat man dann auch ganz schnell. Nämlich dann, wenn Braut oder Bräutigam bewußt wird, was gerade geschehen ist.


Höchstzeit

Ein kleiner Schritt für das Brautpaar, ein großer Schritt für die Menschheit. Endlich ist ein Traum wahr geworden: Hochzeit im Weltall. Braut und Bräutigam, beide Mitglieder der Besatzung einer bemannten Raumstation, lebten so lange auf engstem Raum miteinander, daß sie beschlossen, aus der Not eine Tugend zu machen und zu heiraten. Da sie, wie sie sagten, Gott niemals so nah sein könnten wie dort oben, wollten sie die Zeremonie noch während ihres Aufenthaltes im Orbit abhalten. Sie gaben sich das Ja-Wort in 150 Kilometern Höhe, direkt über den Anden.


Hochzeitswetter

Wetterlage: Ein stabiles Stimmungshoch verlagert seinen Schwerpunkt zum Wochenende hin in Richtung <Ort>.
Vorhersage: Heiter bis feuchtfröhlich, in der Nacht zum Sonntag ausgelassen und stürmisch mit feuchten Abschnitten. Sichtweiten teilweise reduziert durch häufiges Auftreten von (Alkohol-) Nebelfeldern.

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