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Zum Großeinsatz einer Feuerwehr brachte es vergangene Woche ein Liebespärchen, welches sich in einem Stall vergnügte. Nachbarn hatten Geräusche aus den Stallungen gehört, die ihnen äußerst verdächtig vorkamen. Die Nachbarn dachten, daß mit den Tieren irgendetwas nicht in Ordnung sei und verständigten die Feuerwehr. Erst die lauten Sirenen der sich nähernden Einsatzfahrzeuge sprengte das liebestolle Pärchen auseinander. Die waren von dieser Aktion so verwirrt, daß sie sich noch in dieser Nacht entschlossen zu heiraten, um endlich ungestört Ihren Leidenschaften nachgehen zu können. Kleiner Banküberfall Er hatte es wohl besonders nötig: Ein dreister Bankräuber hatte am gestrigen Abend nichts Besseres zu tun, als kurz vor Schalterschluß noch eine Filiale der Familienbank zu überfallen. Die Angestellten, die bereits in Gedanken die Abendstunden verplanten, waren sehr überrascht, als Ihnen ein mit einem Brautschleier maskierter Mann eine Pistole vor die Nase hielt. Er hielt sich nicht lange mit Reden auf und foderte sofort den gesamten Kassenbestand. Während der Kassierer die Banknoten in die bereitgestellte Tüte stopfte, fragte er den Räuber ganz beiläufig, wofür er das ganze Geld denn brauche? Dieser antwortete ebenso beiläufig, daß er ab dem darauffolgenden Tag, an dem er zu heiraten beabsichtige, nun mal einen höheren Finanzbedarf habe und in Zukunft vielleicht öfters mal vorbeischauen werde. Bungee-Wedding Unter einem kräftigen „Zugzwang“ standen die Brautleute, als sie sich das Ja-Wort gaben. Aber kaum ausgesprochen und den Ring am Finger ging es auch schon los. Mit einem lauten Surren wurden die Turteltäubchen von einem Rocket-Bungee-Seil dreißig Meter in die Höhe geschleudert. Ob sie es geschaft haben, sich den „ersten Kuß“ noch während des Fluges zu geben, konnte man bei der Geschwindigkeit leider nicht verfolgen. Beide, vom Höhenrausch und der Liebe betäubt, kamen nach mehrmaligem Auf und Ab endlich wieder auf den Boden zurück, und waren sichtlich glücklich, beides so gut hinter sich gebracht zu haben. Aber dennoch, so das Paar selber, würden sie es ohne weiteres sofort wieder tun. Virtual Wedding Virtual Reality heißt das Schlagwort, welches dieserzeit die Medien beeinflußt wie nie zuvor. Aber nicht nur in Film und Fernsehen hat diese Möglichkeit des „nicht echten Lebens“ immer mehr an Realität gewonnen. Die Jump´n Run-Mentalität der Menschen des Computerzeitalters schließt heute nicht einmal mehr aus, daß eine Hochzeit in einer rein fiktiven Umgebung, mit einer rein fiktiven Person, vor einem rein fiktiven Publikum stattfindet. Dies schließt - so die Fachleute - eine Fehlentscheidung definitiv aus, da man sich bei dieser Cyber-Hochzeit virtuell in die Ehesituation begeben kann, um diese hautnah auszutesten. Schließlich - so sagt man - wird in der Armee die Streßtauglichkeit im Nahkampf ebenfalls mit Computersimulationen getestet. Wenn dem so ist, dann - have fun in der Hochzeitsnacht. Dalmatiner get married Mal ganz ehrlich, wer kann heutzutage noch mit reinem Gewissen behaupten, „unbefleckt“ in den heiligen Stand der Ehe zu treten? Auf das Aushängeschild dieser Unbeflecktheit jedoch, will am schönsten Tag im Leben kaum jemdand verzichten: Das Brautkleid. Dieses aber, in seiner reinen Weiße, soll die Unschuld und Reinheit der Braut zum Ausdruck bringen. „Alles Lüge“, meint ein renommierter Designer aus Paris, und entwirft das Hochzeitskleid für die moderne, selbstbewußte Frau. Wie ein Dalmatiner mit schwarzen Schecken überzogen, spiegelt dieses Kleid das Hochzeitsgefühl der Neuzeit wider. „Endlich ist es möglich, mit offenen Karten zu spielen. Auf dieses Spiel zugunsten alter Bräuche kann endlich verzichtet werden“, preist der Designer seine Kollektion an. Na denn, hoffentlich gibts keine 101 Dalmatiner. Unheimliche Begegnung Eine Hausfrau aus Virginia - USA - wurde von einer Polizeistreife in einem kleinen Vorort aufgegriffen, als sie von oben bis unten mit Papiertaschentüchern beklebt, laut piepend durch die Straßen lief. Laut ihrer Aussage war sie von einer fliegenden Untertasse entführt worden. Der Extraterrestische soll sich sofort in sie verliebt haben und auf einer Hochzeit bestanden haben. Als Beweis ewiger Treue hatte er ihr den Verschluß einer Soda-Dose über den Finger gezogen, der laut Braut aus einem besonderen Metall besteht und es ihr ermöglicht, mit ihrem Geliebten mentalen Kontakt aufzunehmen. Teurer Partygag Nach altem Brauch wird die Braut von den Freunden am Hochzeitstag entführt. Jeder kennt diese Sitte, und keiner denkt sich etwas dabei. So auch die Braut des Bräutigams <NAME>. Kurz vor zehn stürmte eine Horde junger Männer in das Lokal in <ORT>, in dem die Festivitäten stattfanden. So schnell, daß kaum jemand die Situation überblickte, packten sie die junge Frau und schleppten sie hinaus, wo sie in ein Auto sprangen und mit lautem Getöse und der Braut abbrausten. Die Hochzeitsgäste des Paares waren anfangs entzückt über diesen lustigen Einfall, bis ihnen plötzlich bewußt wurde, daß keiner der Anwesenden die jungen Leute kannte, die da mit der Braut über alle Berge sind. Die Männer wurden mit der Frau zusammen drei Tage später in einem dubiosen Lokal im Rotlicht-Viertel der Stadt aufgegriffen, in dem sie die stattliche Zeche von vierundzwanzigtausend Mark veranstaltet hatten. Die Braut, sowie ihre Entführer sind heute wieder aus dem Sanatorium entlassen, mit Spätfolgen ist laut der Ärzteschaft nicht zu rechnen, mit Ausnahme der Kosten. Die Braut beteuert: „Soviel Spaß hatte ich in meinem Leben noch nicht.“ Die Männer, so stellte sich heraus, waren eine organisierte Bande, die Hochzeitsfeste in der Umgebung aufsuchte, um sich durch Brautentführungen wilde Saufparties zu finanzieren. Tja, man muß die Marktlücken nehmen, wie sie kommen. Kinderfarm Eine
Familie hatte einen eigenartigen, wenngleich nicht unbedingt abwegigen
Gedanken. Der Vater, der sich schon lange über die geringe, bis nicht
vorhandene Unterstützung des Staates für seine fünf Kinder ärgerte
(weil selbst ein Schweinezüchter mehr finanzielle Hilfe aus der
Bundeshauptstadt erhalte), meldete seine Familie als Zucht- und
Betreuungsunternehmen an. Unter diesen Vorraussetzungen meldete er dann
seine Subventionierungsbedürftigkeit an. Sogar für sein noch nicht
geborenes Kind, welches aber bereits „viel Platz“ für sich
beanspruche, veranschlagte er eine Pauschale. Auch wenn man den Mann für
seinen Einfallsreichtum bewundern kann, so sollte man vielleicht die Verhältnismäßigkeit
der Maßnahme in Frage stellen. Die ganze Welt hält den Atem an ... als der Bräutigam nach langem Zaudern endlich den Mut faßt und sich zum großen Rad des Glückes begibt. Ein tiefer Atemzug noch, und es geht los. Mit ohrenbetäubendem Rattern flippen die Stopper am bunt schillernden Glückszeiger vorüber, bis endlich die Entscheidung fällt: Ein wunderschönes Mädchen im blühendsten Alter ist die Glückliche. Dankbar für das Schicksal, das es so gut mit ihm meint, nimmt der Bräutigam sie in die Arme. Tränen ersticken seine Stimme (doch reden können die beiden noch ein Leben lang miteinander) - mit Müh und Not kann er sein Jawort hervorpressen, als der Fernsehpastor ihm die entscheidende Frage stellt. Natürlich konnte man dies alles live im Fernsehen miterleben. Der für spektakuläre Liveaction bekannte Sender Contra 3,5 hatte sich die Exclusivrechte noch rechtzeitig sichern können, und strahlte das Ereignis des Jahres über alle Satelliten aus, die unser Orbit zu bieten hat. Laut Einschaltquoten nahmen 96% der Haushalte weltweit an der Trauung teil. Waffenschein für Nudelholz? Der Beschluß des Bundesgesundheitsministeriums ist letzte Woche verabschiedet worden. Der Verkauf von Nudelhölzern, insbesondere Sonderanfertigungen aus Aluminium oder anderen Metallen dürfen an Ehefrauen nur noch mit schriftlicher Einwilligung des Ehepartners verkauft werden. „Daß dieses Gesetz den illegalen Handel ein Ansporn sein könnte, müssen wir in diesem Fall leider in Kauf nehmen,“ so ein Pressesprecher. Wir hoffen jedoch auf die aktive Mithilfe der örtlichen Polizeiämter und natürlich der Mitbürger, um diese Gefahr für den Ehemann ein für allemal aus deutschen Haushalten zu verbannen.“ Computer
brauchen Liebe Ein vierunddreißigjähriger EDV-Kaufmann hat scheinbar die „Liebe seines Lebens“ gefunden. Der Hobbyprogrammierer hatte die Vorstellung, ein System zu programmieren, welches in der Lage ist, eingeschränkt zu lernen. Als er jedoch begann, das System mit den unterschiedlichsten Informationen zu füttern, scheint etwas schief gelaufen zu sein. Irgendwie hatte der Rechner eine bestimmte Information in den falschen Hals bekommen, was dazu führte, daß er sich für Scarlet O´Hara hielt, die schrecklich in ihren Erschaffer verliebt war. Die Forderung des Computers, ihn zu heiraten, wies der Kaufmann natürlich strickt zurück. Da das System Kontrolle über diverse Haushaltsgeräte hatte, führte die Reaktion des Programierers - nämlich der Wunsch den Fehler zu finden und auszumerzen - zu einigen deftigen „Szenen“ zwischen den beiden. Das Kaffeewasser lief einfach so aus der Maschine, der Herd verbrannte alles, was man hineinlegte... . Schließlich konnte der erfahrene Programierer bis zu dem fehlerhaften Code vordringen und einige Änderungen vornehmen. Es war ihm zwar nicht möglich, das System wieder in den Ursprungszustand zurückzubringen, aber immerhin agiert er nun nur mehr als Philosoph und Freigeist. „Aber ich kann ihnen sagen,“ so der Entwickler, „der kann einem auch ganz schön auf die Nerven gehen.“ Cyber-Hochzeit Wer
kennt das nicht: Ein wichtiges Ereignis steht bevor, das Herz klopft, die
Knie werden weich. Das ging uns schon oft so im Leben und es wird wohl nie
das letzte Mal gewesen sein. Doch der angeblich wichtigste Tag im Leben
eines jeden Menschen - die Hochzeit - hat es besonders in sich. Es werden
Pläne geschmiedet, man geht den Tag in Gedanken hundertmal durch. Und
doch bleibt ein flaues Gefühl im Magen. Was wird sich an diesem Tag
ereignen, was kann alles schiefgehen? Fragen über Fragen, auf die wir
keine vernünftige Anwort wissen. Ein unbekannter Faktor bleibt erhalten. Braut
wider Willen Ein böses Erwachen erlebte eine Touristin in der Türkei, als sie sich noch während ihres Urlaubs dazu entschloß, den Antrag ihrer Urlaubsbekanntschaft „nur so zum Spaß“ anzunehmen. Leider hatte er ihr aber nicht ausreichend klar gemacht, daß es ihm mit dieser Ehe nicht um einen Gag ging. Da sie mit den Gebräuchen Ihres „Bräutigams“ nicht vertraut war, merkte sie es nicht einmal, als sie ihm das Ja-Wort gab. Ein bißchen eigenartig kam ihr das ganze ja schon vor, aber sie hatte zu ihrem Bekannten volles Vertrauen gehabt. „Er war eigentlich immer zu Späßen aufgelegt, hat viel gelacht und ich hätte niemals gedacht, daß er das wirklich ernst gemeint hat, sonst wäre ich natürlich nie darauf eingegangen. Ich habe gedacht, seine Familie feiert ein Fest, bei dem bestimmte Zeremonien dazugehören.“ Die Offenbarung geschah dann, als sie in ihr Hotel zurückkehren wollte. Der frischgebackene Ehemann hielt von dieser Idee natürlich wenig, denn schließlich sollte dies seine Hochzeitsnacht werden. Sie hatte natürlich etwas Angst vor den Angehörigen, und so blieb sie bei ihrem Geliebten . Nach einer Woche wäre der Urlaub eigentlich vorrüber gewesen, aber sie hatte sich entschlossen, die Ehe tatsächlich auszuprobieren, und siehe da, sie entwickelte sich zu einer sehr innigen Beziehung. Die beiden leben heute in Deutschland, und sind noch immer glücklich verheiratet. Doppeltes
Lottchen Wie in einer klassischen, amerikanischen Verwechslungskomödie spielte es sich ab. Zwei Schwestern machten sich einen Spaß daraus, immer alles zu teilen. Da es sich um eineiige Zwillinge handelte, ließ sich dieses „Spiel“ natürlich auch auf die Freunde der beiden anwenden, denn tatsächlich konnte man bei ihnen äußerlich keinerlei Unterschiede feststellen. Als eine der beiden schließlich heiraten wollte, dachten sie sich eine schöne Geschichte aus. Vor dem Altar sollte die Schwester der Braut das Ja-Wort geben. Auch, wenn die Braut sich sehr auf diesen Moment gefreut hatte, war der Reiz so groß, daß sie einfach nicht widerstehen konnte. Die Eltern wurden ebensowenig eingeweiht wie der Bräutigam und alles verlief genau nach Plan. Beide lieferten in der Rolle der anderen eine hervorragende Show ab, bis auf einen winzigen Regiefehler: Die falsche Braut hat im Standesamt mit ihrem eigenen Vornamen unterschrieben. Der Fehler kam erst zwei Wochen später heraus, als das Standesamt über den falschen Namen in der Unterschrift stolperte und die Frischvermählten anschrieb, um sie auf den Fehler aufmerksam zu machen. Ein wenig enttäuscht war der Ehemann ja schon, aber schließlich mußte auch er zugeben, das diese Vorstellung Oscarreif war, und er mußte selbst ein wenig schmunzeln. |
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